Rezension

Sequenzen der Wörtlichkeit

von Marie Döling, erschienen bei BoD (2018)

Wie viele von euch wissen, hat die liebe Marie letztes Jahr ihr Debüt „Sequenzen der Wörtlichkeit” veröffentlicht. Im Januar habe ich es mir dann auch geholt und es in aller Ruhe häppchenweise genossen – denn dieses Buch bietet einen geballten Wortgenuss, der so bedächtig zu genießen ist wie eine edle Pralinenschachtel. Schokoladig, schmelzend, einige leicht und süß und andere schwer und mächtig – aber allesamt einzigartig und köstlich.

Jedes Wort in diesem Buch zeigt Maries immense Wortliebe und ihr noch größeres und unglaubliches Talent, die Dinge so geschickt auf den Punkt zu bringen und den Leser gleichzeitig zu verzaubern. Jeder Text zieht einen in seinen Bann, schmerzt, zerreißt und gibt gleichermaßen Hoffnung. Sie treffen schlicht und ergreifend tief ins Mark und treffen unvorbereitet einen zentralen Punkt in einem selbst. Deshalb sollte – und kann –man dieses wundervolle Buch gar nicht in einem Stück durchlesen, sondern sich eben wie Pralinen Stück für Stück auf der Zunge zergehen lassen (und das sage ich, die bei Schokolade kaum zurückhaltend sein kann! 😄)

Es ist das erste Lyrik- und Kurzprosa-Buch, das in mein Regal ziehen durfte, und ganz bestimmt nicht das letzte. Liebe Marie, bitte hör niemals auf, die Worte so derart gefühlvoll zu dressieren und zugleich einfach frei atmen zu lassen. Diese Balance ist ganz große Kunst. 😌

In diesem Sinne wünsche ich euch noch ein wunderschönes und sonniges Wochenende! ☀️🤗🥰🍫