Rezension

Der Ort in mir

von Sarah Nierwitzki, erschienen im Zeilengold Verlag (Sparkling Lines, 2018)

„Der Ort in mir” - ein Buch, dass ich kaufte, weil die liebe Sarah Nierwitzki aka @wortkosmos mich zum einen mit ihren Posts vorher neugierig gemacht hat und zum anderen, weil ich früher schon einmal kurz in ihren tollen Schreibstil reinschnuppern durfte.

Es gibt viele Formen der Wortkunst, Bookstagram ist - zum Glück! - voll davon, und trotzdem schafft die Autorin es, etwas Einzigartiges in ihren ganz eigenen Tönen, Formen und Farben zu schaffen. Die Geschichte fließt sanft um einen herum wie ein Ozean, in dem man sich treiben lassen und alles drumherum vergessen möchte. Und Zack! Plötzlich ist man mittendrin in einem Sog, einem Strudel, dann in einem Sturm und plötzlich wieder total verliebt in die Charaktere. Denn diese sind zum Greifen nah für den Leser, als seien sie die eigenen Freunde.

Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr selten für etwas außerhalb meiner Lieblingsgenre Fantasy und Sci-Fi zu begeistern bin. Aber „Der Ort in mir” hat mich umgehauen, mich gleichermaßen aufgewühlt und zur Ruhe kommen lassen in der Welt von Leah und Simon (#teamkiste ! 📦) und mich ohne ohne Vorwarnung sanft mitgerissen. Ich habe das Buch verschlungen, weil der Schreibstil so unglaublich gut ist, die Chemie zwischen den Charakteren stimmt und weil die Geschichte einfach so sanft erzählt wird. Aber vielleicht ist es gerade dieses Sanfte, Unaufdringliche, dass die Figuren und die Geschichte in den Vordergrund treten lässt und einen umso mehr einlädt, sich darin zu verlieren - für mich mindestens genauso sehr wie in phantastischen Welten.

Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf dein nächstes Buch, liebe Sarah, und ich danke dir für diese unglaublich fantastische Reise über meinen Tellerrand hinaus. 🎼🎹🧢